28.06.2023

ICH BIN KRONUS – Jana Ķimenīte, Kundenbetreuerin


Zum fünften „Ich bin KRONUS“-Gespräch haben wir Jana Ķimenīte, Kundenbetreuerin für Nordeuropa, eingeladen. Sie ist erst seit sieben Monaten im Unternehmen, hat sich aber bereits als zuverlässige und lernwillige Verstärkung unseres Teams erwiesen. 

Jana ist eine aktive und stets hilfsbereite Kollegin, die ihre Arbeitsaufgaben sehr ernst nimmt. Beim Gespräch erfuhren wir mehr über ihren Arbeitsalltag und was sie in ihrer Freizeit, wovon der Großteil bei der lettischen Nationalgarde vergeht, macht.

Womit verbindest du KRONUS?

 

Ich habe KRONUS schon immer mit einem Baum assoziiert, allerdings in einem lebendigen Sinn. Nicht mit Holzprodukten, sondern mit lebenden Bäumen, warum das so ist, kann ich nicht wirklich sagen. Davor habe ich für ein Logistikunternehmen gearbeitet, ich wusste, dass es Paletten gibt und die Kunden möchten, dass wir sie zurücknehmen. Jetzt, wo ich bei KRONUS arbeite, erscheint mir dieser Weg natürlich sehr logisch. Eine weitere Assoziation ist eine gute Arbeitskultur, denn davon hatte ich schon gehört.

 

Wie fing deine Karriere bei KRONUS an?

 

Ich habe mich für die Stelle bei KRONUS beworben, weil ich gemerkt habe, dass ich mich in meiner vorherigen Position und in dem Unternehmen erschöpft habe. Ich hatte beschlossen, dass ich zu KRONUS kommen wollte. In der ganzen Zeit, in der ich nach einer neuen Stelle suchte, hatte ich nur vier Bewerbungen verschickt. KRONUS war von Anfang die Priorität. Wie ich bereits erwähnte, spielten gute Rückmeldungen zur Arbeitskultur und zum Respekt gegenüber den Mitarbeitern eine wichtige Rolle. Das Bewerbungsverfahren verlief sehr ruhig. Ich wurde gewarnt, dass diese Phase recht zeitaufwändig ist, da es mehr Auswahlstufen gibt als üblich. Aber als ich begann, das Team kennenzulernen, verstand ich noch besser, warum das Auswahlverfahren so ist, wie es ist. Es macht tatsächlich Sinn! Natürlich hat jeder seinen eigenen Charakter und seine eigene Meinung, aber wenn man das Büro betritt, spürt man die positive Stimmung und die Zusammenarbeit aller Teams. Die Menschen hier sind sehr positiv und hilfsbereit. Das lange Einstellverfahren ist sehr gut durchdacht und wirksam.

 

Was sind Ihre beruflichen Aufgaben?

 

Im Grunde genommen besteht meine Hauptaufgabe darin, die Geschäftsbeziehungen zu bestehenden Kunden zu pflegen und auszubauen, aber da mein Kundenportfolio noch nicht so groß ist, betreibe ich auch aktiven Verkauf. Dabei handelt es sich um Anrufe bei Kunden in Schweden, Finnland und teilweise auch in Norwegen. Ich suche neue Kunden im nordeuropäischen Markt.

Jana Ķimenīte 3

Wie ein typischer Arbeitstag bei dir aus?


Ich habe alles schön in meinem Kalender organisiert. Natürlich läuft nicht immer alles nach Plan, aber im Prinzip komme ich recht pünktlich zur Arbeit. Ich trinke gerne in Ruhe mein Kaffee, unterhalte mich mit Kollegen und bereite mich auf den Tag vor. Zunächst prüfe ich meine E-Mails, ob nichts dringendes vorgefallen ist. Dann beginnen die Anrufe um neue Kunden zu finden und das Portfolio zu erweitern. Nicht zu vergessen ist das Mittagessen, das ich oft mit einer kleinen Runde im Büro verbinde, um den Kopf ein wenig frei zu bekommen. Der Rest des Tages wird ebenfalls mit Kundenkontakten und dem Aufbau neuer Partnerschaften verbracht. Es gibt Projekte, an denen parallel gearbeitet wird, und technisch gesehen müssen alle Informationen im System erfasst werden.

Was gefällt dir an deiner Arbeit am besten?


Eigentlich mag ich alles daran! Natürlich gibt es einige Nuancen im Leben, bei denen nicht alles zu 100 % perfekt ist. Ich habe das Glück, in meinem Leben das tun zu können, was ich liebe und was ich gut kann. Die Arbeit mit den Kunden, die Arbeit im Team mit großartigen Kollegen ist es auch, die bei KRONUS dieses positive Gefühl gibt. Es gab keine Aufgaben oder Projekte, die in irgendeiner Weise unangenehm oder unkomfortabel waren. Ich liebe es, dass ich meine Arbeit kombinieren kann – mit bestehenden Kunden arbeiten und mit potenziellen Kunden sprechen. Es ist schön, dass ich mein technisches Wissen anwenden kann. Ich komme gerne zur Arbeit!


Was war dein erster bezahlter Job?


Heute würde es wahrscheinlich als illegal gelten, aber als ich klein war, war es normal. Ich lebte auf dem Land und wir mussten in der Kolchose arbeiten – wir haben Rüben gehackt. Man stand am Ende einer Furche, sah, wohin sie führt, aber nicht wo sie endet. So verging damals der ganze Sommer. Nebenbei musste man auch auf dem eigenen Bauernhof mithelfen. Das ganze verdiente Geld wurde für die Vorbereitung auf die Schule und den Kauf der notwendigen Dinge ausgegeben.


Wie verbringst Du Deine Freizeit?


Aktuell mache ich eine kleine Pause vom Capoeira-Training – der nationalen brasilianischen Kampfsportart mit Tanzelementen. Es gibt eine Menge Akrobatik, Handstände, Räder, Brücken und so weiter. Ich ging normalerweise zweimal pro Woche zum Training. Ich lerne abends Gitarre spielen, ich habe einen Kurs abgeschlossen, aber ich könnte noch etwas mehr Unterricht gebrauchen. Jetzt lerne ich auch Schwedisch, was schon immer ein kleiner Traum von mir war und jetzt habe ich auch einen Grund es zu machen. Jetzt ist es nicht nur interessant, sondern auch sehr nützlich für meine Arbeit, da ich mit dem nordeuropäischen Markt arbeite. Im Sommer fahre ich Motorrad und bin immer noch bei der Nationalgarde aktiv.

Es esmu KRONUS

Wie bist du zu der Entscheidung gekommen, der Nationalgarde beizutreten?


Als ich mein Abitur machte, dachte ich darüber nach, einen Beruf bei der Armee zu wählen. Es war 1998 und die Situation in der Armee war, ehrlich gesagt, nicht sehr gut. Damals habe ich mich dagegen entschieden. Der Gedanke an die Armee war immer da. Aber irgendwie habe ich es wieder aufgeschoben. Man darf spätestens mit 40 Jahren in die Armee eintreten, wenn man in den aktiven Dienst will, und ich habe es ein wenig verpasst, als ich im August 40 wurde und merkte, dass es schon zu spät dafür ist. Dann begann ich mich für die Nationalgarde zu interessieren, ich arbeitete damals in einem Hotel und hatte nur wenige freie Tage, um beides unter einen Hut zu bringen. Am Morgen des russischen Einmarsches in der Ukraine war ich völlig geschockt. Das war der Moment, in dem mir klar wurde, dass ich was tun und lernen muss, wenn sich die Dinge an einem Tag so ändern können. Meine ehemaligen Kollegen und Freunde in Italien sagten mir nach Kriegsbeginn, dass ich meine ganze Familie mitnehmen könne, um bei ihnen zu leben, aber ich wollte Lettland nicht verlassen. Ich weiß auch, dass es für die Armee ziemlich störend ist, dass Zivilisten nichts von solchen Situationen verstehen. Das war der Moment, in dem mir klar wurde, dass ich von solchen Situationen nichts verstand, aber ich wollte nicht fliehen, und so bin ich seit über einem Jahr bei der Nationalgarde.

Wie tritt man der Nationalgarde bei? Kann es mit der Arbeit kombiniert werden?


Zunächst muss man sich bewerben. Außerdem muss man eine ärztliche Prüfung bestehen, denn man muss auch körperlich in der Lage sein, etwas zu leisten. Da Zugang zu Waffen gewährt wird und Schießübungen durchgeführt werden, ist es klar, dass man eine Person mit Urteilsvermögen sein muss, weshalb diese medizinische Prüfung erforderlich ist. Wenn man für geeignet befunden wird, gibt es ein Training, bei dem man erklärt bekommt, worum es eigentlich geht, was Sie erwartet, bildlich gesprochen – Sie können die Tasche heben, wenn Sie den Willen und die Kraft haben. Dann legen wir einen Eid ab, unser Staat, unser Land und unser Volk mit unserer Gesundheit und unserem Leben zu verteidigen. Es folgt die Grundausbildung, die Uniform und die Ausrüstung. Nach der Grundausbildung wird man vom Anwärter zum Soldaten der Nationalgarde, aber damit endet noch nichts. Danach gibt es verschiedene Kurse – je mehr man besucht, desto mehr weiß und lernt man. Durch das weitere Training baut man sein emotionales und körperliches Durchhaltevermögen auf, man muss allein oder in einer Gruppe agieren, Wandern, Nächte im Wald verbringen und Befehle befolgen können. Die Ausbildung in der Nationalgarde findet an Wochenenden statt, wenn man aber möchte, kann alles auch in einem Monat erlernt werden. Zur Zeit findet die Zusatzausbildung hauptsächlich an den Wochenenden statt, was der Hauptarbeit nicht im Weg steht.


Was war dein bisher einprägsamster Moment bei der Nationalgarde?


Die verrückteste Herausforderung war wahrscheinlich ein Rucksack-Marsch. Nicht, weil ich den Rucksack nicht heben oder tragen konnte, sondern weil es viel einfacher ist, wenn man allein marschiert. Hier muss man in einer Gruppe und in einem bestimmten Rhythmus marschieren, und wenn man das Gefühl hat, dass man der Langsamste ist, ist es schwer. Dieser Rhythmus bestimmt das Tempo der gesamten Gruppe und die Qualität der Aufgabe.

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Welche Herausforderungen hast du bei deiner täglichen Arbeit?


Ich muss sagen, dass vieles immer noch eine Herausforderung ist, aber ich war sehr überrascht, wie schnell ich mich an unser Datenverarbeitungssystem gewöhnt habe, eine komplexe Software. Als ich das Programm zum ersten Mal sah, dachte ich, ich würde es nie im Leben lernen, aber jetzt arbeite ich damit und alles ist gut. Über den Rest kann ich mich nicht beklagen. Natürlich gibt es in großen Unternehmen spezielle Verfahren, aber sie werden alle beschrieben und erläutert. Die Geschäftsleitung, das Team und die anderen Abteilungen verweigern nie ihre Hilfe, und ich habe mich nie im Stich gelassen oder vernachlässigt gefühlt. Es ist wichtig, das Gesamtkonzept des Unternehmens zu verstehen, das bei jedem Unternehmen anders ist, aber dann klappt alles wie es soll. Ich sehe keine Probleme, ich sehe Herausforderungen, die zu bewältigen in meiner Natur liegt.

Was sind deine zukünftigen beruflichen Ziele?


Da ich noch nie in einem Fertigungsunternehmen gearbeitet habe, ist es für mich wichtig, die Branche im Allgemeinen zu verstehen. Natürlich kann ich mir ein Leben ohne Weiterentwicklung als solche nicht vorstellen, also wäre meine Idee, irgendwann ein Großkundenbetreuer zu werden, der mit großen Kunden und wichtigen Projekten arbeitet. Mir ist klar, dass es noch viel zu lernen und zu meistern gibt. Das wäre die nächste Stufe, die ich gerne erreichen würde!


Was ist dein Lebensmotto?


Ab und and müssen diese Mottos an die realen Umstände angepasst werden, aber ich erinnere mich, dass mein Vater seit meiner Kindheit sagte: „Tue niemals anderen das an, was du nicht willst, das man es dir antut.“ Tatsächlich basiert mein ganzes Leben auf diesem einen Gebot, das praktisch alles umfasst. Das ist meine Lebensart. Seit kurzem gilt für mich auch der Sprichwort: „Die Arbeit ist nicht fertig, wenn sie schwer wird. Die Arbeit ist fertig, wenn sie fertig ist.“

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